Vegan in Lille
Nach unseren Aufenthalten in Salzburg und auf Fünen gingen wir Ende Oktober noch einmal auf die Reise, zunächst zwei Tage nach Lille. Von dort aus fuhren wir dann weiter nach Antwerpen. Wir waren mit dem Auto unterwegs. Wichtig ist für eine Autoreise die Umweltplakette, die innen an der Windschutzscheibe befestigt wird. Sie kostet keine fün Euro und wird postalisch zugestellt. Bei der Beantragung sollte man den Fahrzeigschein zur Hand haben.
Leider hatten wir kein Glück mit dem Wetter. Daher gibt es dieses Mal auch nicht viele Fotos. Für weitere Reiseberichte einfach mal in unserer Rubrik „hier und dort“ stöbern.
Lille
Lille wurde im Mittelalter gegründet, liegt unweit der Grenze zu Belgien, ist die Hauptstadt des Département Nord, hat gut 239.000 Einwohner*innen und wird auch die „Hauptstadt Flanderns“ genannt. An der Universität gibt es 80.000 Studierende. Lille hat eine wunderschöne Altstadt, die mit ihren traditionellen flämischen Häusern, schönen Plätzen, historischen Gebäuden und interessanten Geschäften zu einer ausgiebigen Erkundung einlädt. Erwähnen möchten wir aber auch die vielen wohnungslosen und bettelnden Menschen, denen wir begegnet sind.
Unterkunft
Bei längeren Aufenthalten bevorzugen wir eine Ferienhaus. Da wir montags an- und mittwochs wieder abreisten, buchten wir ein Familienzimmer in einem Hotel. Waren wir vom Hotel in Salzburg schon schwer begeistert, hat das Hotel in Lille unsere Erwartungen weit übertroffen. Wir können das B & B Hotel Lille Lillenium Eurasanté nur wärmstens empfehlen: Es ist günstig, gut zu erreichen, bietet eine preiswerte Parkmöglichkeit und besticht durch freundliches Personal. Unser Familienzimmer war sehr groß und geräumig, das Bad ebenfalls. Der ÖPNV-Anschluss und ein Supermarkt befinden sich „um die Ecke“. Es gibt eine Straßen-, U-Bahn und Linienbusse. Wir hatten Tagestickets. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt empfiehlt sich der Erwerb des Lilly City Pass, der gleichzeitig kostenlosen Zugang zu insgesamt 27 Museen und anderen Aktivitäten beinhaltet. Kinder bis 12 Jahre zahlen in Museen jedoch meist keinen Eintritt. Die U-Bahn fährt übrigens recht rasant, sie ist die erste fahrerlose U-Bahn Europas. Bei schönem Wetter kann man die Stadt ggf. auch zu Fuß erkunden.
Vegan in Lille
Wir kamen gegen Abend an und besuchten, bevor wir ins Hotel fuhren, zuerst das kleine und gemütliche Restaurant De Rode Koe. Dort hatten wir für 19 Uhr einen Tisch reserviert. Es ist ein Restaurant, das Speisen für Omnis, Vegetarier*innen und Veganer*innen anbietet. Empfangen wurden wir vom freundlichen Besitzer und belohnt wurden wir nach der langen Fahrt mit einem köstlichen Essen, das auch den Kindern schmeckte. Es gab sogar vorab einen Gruß aus der Küche.
Am nächsten Morgen frühstückten wir im „Cup“, einem winzigen Café, daher unbedingt reservieren, das keine Website hat, sondern nur auf facebook und instagram unterwegs ist. Auch hier geht es nicht rein vegan zu, aber es gibt vegane Optionen.
Nach einem ausgedehnten Stadtbummel machten wir uns auf den Weg in die Pâtisserie Chocolaterie Peigné, wo es vegane Angebote geben sollte. Törtchen, es gibt eine stattliche Auswahl, bekamen wir auch, aber vegane Croissants, Brioches, Apfeltaschen, Muffins usw. werden leider nur samstags und sonntags angeboten – wir waren an einem Dienstag dort.
Unweit der Pâtisserie Chocolaterie befand sich das „Itsy Bitsy„, wie das Cup nur auf facebook und instagram unterwegs, wo wir zu Mittag aßen. Das Essen war schmackhaft und sättigend, der Rosenkohl jedoch fast noch roh…
Da wir ja schon die Törtchen gekauft hatten, verzichteten wir auf ein Dessert und es gab jeweils nur ein Gericht.
Abends aßen wir in der Pizzeria Lou Centre Ville, es gibt noch ein weiteres Lou in der Rue Gambetta, wo der Kellner sich freute, seine Deutschkenntnisse anwenden zu können. Alle Pizzas / Pizzen gibt es vegan, sie schmeckten ausgezeichnet, besonders die „Truffada“.
Aktivitäten
Da wir ja am Montagabend ankamen und Mittwoch morgens wieder abfuhren, hatten wir nur einen Tag Zeit. Ein längerer Aufenthalt ist sicherlich lohnenswert. Eigentlich wollten wir zwei Museen besuchen, das La Piscine Musée d’art et d’industrie in Roubaix, wo es übrigens auch Restaurants mit veganen Angeboten gibt, z.B. das Garden Food, sowie den (Le) Palais des Beaux-Arts, der leider dienstags geschlossen ist. Weitere Museen sind hier aufgeführt.
So waren wir im Botanischen Garten, wo es einen tollen Spielplatz gibt und wir auf einer Parkbank genüsslich unsere Törtchen verzehrten.




























