Vegan in Antwerpen

Vegan in Antwerpen

Mit dem Auto nach Belgien

Vorab: Wichtig ist für Reisen mit dem Auto die Umweltplakette, diese ist kostenlos, sollte aber mindestens zwei Wochen vor Reiseantritt beantragt werden und hier erhältlich. Für die Beantragung sollte der Kfz-Schein bereitliegen.

Antwerpen

Nachdem wir Lille verlassen hatten, fuhren wir ins 128km entfernte Antwerpen. Auch hier hatten wir Pech mit dem Wetter, ein Sturmtief namens Benjamin bescherte uns an einem Tag starken Regen und äußerst kräftigen Wind.

Die Hafenstadt Antwerpen  war im Mittelalter die größte Stadt der Welt und ist mit über 500.00 Einwohner*innen heute die größte Stadt Belgiens sowie die sauberste, in der wir je waren. Selbst die U-Bahnhöfe bestechen durch Sauberkeit. Es gibt zehn Sadtbezirke, unser Hotel lag in Hoboken.  ein Zusammenhang mit dem US-amerikanischen Hoboken besteht durchaus.

International bedeutend  ist Antwerpen durch seinen Seehafen, den zweitgrößten Europas. Auch dient Antwerpen als weltweit wichtigstes Zentrum für die Verarbeitung von und den Handel mit Diamanten.

Antwerpen liegt nicht direkt an der Nordsee, sondern an der Schelde. Damit Schiffe ungehinderten Zugang zum Meer haben, gibt es in der Stadt keine Brücken über den, sondern Tunnel unter dem Fluss.

Antwerpen bietet eine Vielzahl an, auch kostenlosen,  Attraktionen, auch für Reisende mit Kindern. Außerdem gibt es viele Spielplätze und so genannte „kinderfreundliche Terrassen„.

Unterkunft

Gleich vorab: Antwerpen ist kostspielig!  Sollte ein längerer Aufenthalt geplant sein, empfehlen nach einer privaten Unterkunft zu suchen, in der Selbstverpflegung, und sei es nur das Frühstück, möglich ist.

So angetan wir vom geräumigen Familienzimmer im B&B Hotel in Lille waren, so enttäuscht waren wir vom total beengten Familienzimmer im B&B Hotel Lille Zuid. Vor allem das Bad  war wirklich winzig. Deshalb verlinken wir es hier nicht, sondern empfehlen mal hier zu schauen. Unsere Auswahlkriterien für ein Hotel sind Familienzimmer, wenn notwendig, Parkplatz und kostenloses sowie möglichst unbegrenztes WLAN. Kaum war das Hotel gebucht, kam die Nachricht, dass lediglich 30Parkplätze zur Verfügung stehen und diese nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben werden. Tja, wir kamen zwar genau nach der Checkout-Zeit an, bekamen aber trotzdem keinen Parkplatz. Zum Glück gab es für 25€ für 24 Stunden ein Parkhaus um die Ecke.

Für das Hotel spricht, dass es sehr ruhig ist, seine schöne Umgebung mit vielen Spielplätzen, die Nähe zum ÖPNV und die kostenlosen Heißgetränke am Automaten im Foyer.

Blick aus Hotelzimmer auf Justizgebäude

Vegan in Antwerpen

Wir erreichten Antwerpen am frühen Nachmittag und nahmen unser erstes Abendessen im Planttrekkerij zu uns. Es sollte dort vorab unbedingt reserviert werden! Die „Pflanzenküche“ bietet köstliche Speisen und der Service stimmt auch. Allerdings haben wir dafür auch 208€ bezahlt, worin 24€ Steuern enthalten waren. Der Steuersatz auf u.a. auf Lebensmittel beträgt 21%, auf Getränke meistens 12%.

 

Gegenüber befindet sich ein weiteres veganes Restaurant, das and/or, sicherlich noch besser, aber das hätte unseren Geldbeutel gesprengt.

Am nächsten Morgen hatten wir für das Frühstück einen Tisch im Clo reserviert.

Und hier wir es wieder sehr kostspielig. Das bekamen wir für 60€ inklusive der Getränke, es waren knapp 8€ Steuern enthalten.

Es schmeckte alles wirklich gut und wir kennen nur die hohen Steuern, das Lohnniveau, die Miet- und Nebenkosten aber nicht.

Da es den ganzen Tag fürchterlich regnete und stürmte, besuchten wir das kleine Café Tartoer, wo es veganen Kuchen und Snacks gibt, man auf ausgemusterten hölzernen Schulstühlen sitzt und bei schönem Wetter auch draußen Platz nehmen kann.

Für „Zwischendurch“ empfehlen wir, mal bei Have a roll vorbeizuschauen. Uns haben die Zimschnecken, es gibt noch andere vegane Angebote , sehr gut geschmeckt, allerdings kann man nur zum Mitnehmen kaufen.

Abends aßen wir dann bei Spritz. Dieses  italienisch ausgerichtete Restaurant können wir nur wärmstens empfehlen, da es auch für Allergiker*innen aller Art geeignet ist.  So gibt es auch glutenfreie Nudeln. Es sollte unbedingt vorab reserviert werden. Das Personal ist freundlich, der Service stimmt und das Essen schmeckte, auch den Kindern, ganz ausgezeichnet. Wir begannen mit einer Vorspeisenplatte sowie veganen Calamari (da hätten wir gern das Rezept…) , gefolgt von vier verschiedenen Nudelgerichten. Auf den Nachtisch verzichteten wir, weil wir wirklich gut gesättigt waren. Für all diese Speisen samt Getränken bezahlten wir 139€,  worin insgesamt 16,09€ Steuern enthalten waren.

An unserem letzten Morgen frühstückten wir im Camion. Das können wir gar nicht empfehlen, weil es unglaublich teuer ist, uns überhaupt nicht geschmeckt hat und (für uns) nervige Musik erklang. Deshalb verlinken wir es hier nicht.

Das Frühstück für zwei war in der Karte mit 29€ ausgezeichnet. Leider wurde versäumt, „pro Person“ anzugeben! So bezahlten wir für ein Stück merkwürdigen Kuchen, der im Mund immer mehr wurde, das Frühstück für zwei, ein Croissant, einen Kaffee und drei Apfelsaft schlappe 73,70€, die 12,79€ Steuern beinhalteten. Der im Frühstück inbegriffene Rührtofu schwamm in Flüssigkeit und enthielt Pilze sowie Staudensellerie – wozu? Für zwei Personen gab es drei Scheiben Brot, warum nicht zwei pro Person, und zwei winzige Croissants. Wir waren sehr enttäuscht! Hier sind die Fotos:

Da wir abends die Heimreise antreten wollten, gingen wir vor der Abfahrt in nahe am Hotel gelegenen Frituur Ellen Fast Food essen und waren angenehm überrascht. In Belgien werden Pommes Frites üblicherweise in Rinderfett frittiert. Frituur Ellen bietet eine große Auswahl an veganem Essen. Es gibt innen einen langen Tisch, an dem man sitzen und essen kann, draußen Tische und Bänke. Außerdem kommen ständig viele Menschen und holen sich ihr Essen ab.

Für nicht einmal 40€ bekamen wir riesige Portionen, wir schafft nicht alles, und Getränke. Das Personal ist sehr freundlich.

Aktivitäten

Wir hatten die Mittwochnachmittag sowie den ganzen Donnerstag und Freitag zur Verfügung. Unbedingt zu empfehlen ist ein ausgedehnter Bummel durch die Altstadt. Außer den üblichen Ketten gibt es viele interessante Geschäfte.

Die Burg (siehe Forto ganz oben) liegt direkt an der Schelde, bietet einen tollen Ausblick, stellt das o.a. Modell der Innenstadt aus und bietet für Interessierte eine Touristeninformationen sowie einen Souvenirshop.

Sehenswert ist auch das Bahnhofsgebäude, das ebenso wie die Stadt und die U-Bahnhöfe extrem sauber ist und auch eine Touristeninfo beherbergt.

Mit Kindern zu empfehlen ist außerdem das Momu, das Modemuseum. Leider sind die Materialien für kleine und große Kinder nur auf flämisch erhältlich. Das Museumscafé bietet auch eine kleine Auswahl an veganen Snacks sowie eine Spielecke.

Interessant ist das Museum aan de Stroom, kurz MAS, u.a. weil es vom Panoramadach aus eine tolle Aussicht auf Antwerpen ermöglicht. Das Schokoladenmuseum besuchten wir nicht, weil wir im letzten Jahr in Paris in einem solchen Museum waren.

Bei einem längeren Aufenthalt und schönem Wetter lohnt es sich ebenfalls, verschiedene Stadtviertel zu erkunden.

Weitere Tipps für Unternehmungen mit Kindern stehen hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert