Der blaue Baum – Bilderbuch

Der blaue Baum – Bilderbuch

Amin Hassanzadeh Sharif 

Der blaue Baum

30 Seiten

Verlag: Carl Auer Kids (08.09.2026)

ISBN: 978-3-96843-071-3

20,00€

Ein hoher, weitverzweigter, ausladender blauer Baum wächst seit ewigen Zeiten sehr zur Freude von Mensch und Tier in einer Stadt und ist aus dieser nicht wegzudenken.

Während alle ihren Baum lieben, kann der Herrscher ihn überhaupt nicht leiden, denn er überwuchert auch die Palastmauern. Daher lässt er zunächst die lästigen Äste und Zweige kappen, aber ein Ereignis steigert die Wut des Königs und er erlässt den Befehl den Baum zu fällen. Trotz massiver Bürgerproteste wird der köngliche Plan in die Tat umgesetzt. Eines Tages steht dann an Stelle des Baums eine Herrscherstatue.

Aber das „stört“ den Baum überhaupt nicht…

Vorwiegend in blaue und dunkle Farben gehaltene doppelseitige Illustrationen in Begleitung meist kurzer, aber auch mal etwas längerer Textpassagen erzählen diese berührende Geschichte, zu deren Inhalt die Erwachsenen spontan und problemlos viele, aktuelle, aber auch historische Parallelen ziehen können.

Kinder können die Bilder beschreiben, Vermutungen anstellen und/oder einfach der Geschichte lauschen, deren Ende sie vielleicht den Bildern entnehmen können. Beachtet werden sollte auch der Satz auf der Rückseite des Buches.

Liest man das vollständige Interview mit Amin Hassanzadeh Sharif, Link siehe unten, und nicht nur unseren Auszug, denkt man unwillkürlich an die von ihm darin erwähnte Legende von der Zypresse in Kashmar. 

Wir empfehlen dieses schöne, aber auch nachdenklich stimmende Bilderbuch über Freiheit, Freiheitsdrang, Unterdrückung allen Menschen ab drei Jahren sowie Kita- und Kinderbibliotheken.

ACHTUNG WERBUNG: Der Verlag hat uns das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir haben dieses Rezension selbst verfasst und weder den Klappentextes noch die Verlagsinformationen verwendet. Dieser Link führt zum Titel, einem Blick ins Buch und zur Bestellmöglichkeit, dieser Link zur Verlagshomepage von Carl- Auer Kids. Natürlich freut sich auch die örtliche Buchhandlung über eine dortige Bestellung!

Aus dem Carl-Auer-Verlag haben wir außerdem „Der Mann, der keinen Namen hatte„, „Nichts wie weg„,  „Freja und die Schlange„,  „Hendrika, das Schaf, das auf einen Baum kletterte„, „Jetzt und für immer wir drei„,  „Die Geschichte vom Mädchen und dem Fisch„,  „Alles verändert sich„,  „Das beste Tier der Welt„, „Lilah unterwegs“ „Wer weiß, was Glück ist„, “Alles über Väter“,  „Glückspilz„, „Wirbelwind„,  „Die große Prinzessin“ „Freundschaft zu dritt„,  „Das Geheimnis der magischen Blätter“,  „Ein köstliches Problem“,  „Und das gibt’s noch nicht?,  „Meine Schwester Nora„, „Mr Maxwells Maus“,  „Das Krokodil sucht eine neue Heimat“ und „Das große BLABLABLA“, „Ching Chang Chong„, „Die Neuen“ , „Überall erklingt Musik“ , „Welche Farbe hat der Himmel?“ sowie „Herr Elch“ vorgestellt.

Tipp:

In einem Interview sagt der aus Teheran stammende Autor u.a.: „Ein Bilderbuch hingegen gibt dem Leser die Freiheit zu entscheiden, wie viel Zeit er auf jeder Seite verbringen und wie viel Zeit er mit dem Lesen des Textes verbringen möchte. Es schafft zudem viel mehr Raum für die Fantasie. Es besteht immer eine Distanz zwischen dem, was nicht gezeichnet, aber im Text vorhanden ist, und dem, was im Text nicht beschrieben, aber im Bild vorhanden ist. Diese Lücke wird im Kopf des Lesers rekonstruiert. Die Vorstellungskraft des Lesers wird Teil des Prozesses, das Werk zu vervollständigen, und genau hier findet der Moment der Entstehung der Erzählung statt.
Der Leser kann sogar in das Buch eingreifen und zu einem aktiven Teilnehmer werden. Es gibt viele Bilderbücher, die den Leser zum Mitmachen einladen. Kinder vervollständigen die Bilder in ihren Gedanken, stellen Vermutungen an, ahnen, was als Nächstes passieren wird, und konstruieren Teile der Geschichte selbst.
Ich glaube, dass nur das Bilderbuch uns diese Möglichkeit bietet.“

 

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