Nichts wie weg – Bilderbuch
Nichts wie weg
34 Seiten
Verlag: Carl Auer Kids (08.09.2026)
ISBN: 978-3-96843-070-6
20,00€
Die als Tiere dargestellten Stadtbewohner sind allesamt genervt – vom Beruf, Lärm, der Eintönigkeit, ihr Alltag belastet sie und führt zu Unzufriedenheit.
Die unverhoffte Ankunft eines Raumschiffs scheint die ersehnte Veränderung zu verheißen. Groß ist die Aufregung, als alle eingeladen werden. Hoffnungsvoll entscheiden sich viele für die Reise ins Ungewisse und geben sich, während sie unterwegs sind, ihren Träumen von einem besseren Leben hin, die persönlichen Erwartungen sind groß.
Diese werden zwar nicht erfüllt, als das Raumschiff nach langer Zeit landet und die Reisenden es endlich verlassen dürfen, aber die neue Umgebung scheint ihnen zu gefallen.
Sharifs Bilderbuch kommt mit wenig Text aus, den die großformatigen, je eine Doppelseite einnehmenden Illustrationen in kräftigen Farben unterstützen. So eröffnet sich den Lesenden und Betrachtenden Raum für eigene Gedanken und es bieten sich unendlich viele Sprechanlässe. Seine Ansichten über Bilderbücher, siehe unten, setzt er konsequent in die Tat um.
„Nichts wie weg“ zeigt, dass Veränderung positiv sein kann, sie vielleicht aber auch durch Eigeninitiative statt durch „Flucht“ erreichbar ist. Denn hätten die im Buch als Tiere dargestellten Menschen nicht auch gemeinschaftlich ihr Leben angenehmer und für alle zufriedenstellend gestalten können?
Wir empfehlen dieses gelungene Bilderbuch für Menschen ab 3, Kinder- und Kitabibliotheken.
ACHTUNG WERBUNG: Der Verlag hat uns das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir haben dieses Rezension selbst verfasst und weder den Klappentextes noch die Verlagsinformationen verwendet. Dieser Link führt zum Titel, einem Blick ins Buch und zur Bestellmöglichkeit, dieser Link zur Verlagshomepage von Carl- Auer Kids.
Natürlich freut sich auch die örtliche Buchhandlung über eine dortige Bestellung!
Aus dem Carl-Auer-Verlag haben wir außerdem „Der blaue Baum„, „Der Mann, der keinen Namen hatte„, „Nichts wie weg“, „Freja und die Schlange„, „Hendrika, das Schaf, das auf einen Baum kletterte„, „Jetzt und für immer wir drei„, „Die Geschichte vom Mädchen und dem Fisch„, „Alles verändert sich„, „Das beste Tier der Welt„, „Lilah unterwegs“ „Wer weiß, was Glück ist„, “Alles über Väter“, „Glückspilz„, „Wirbelwind„, „Die große Prinzessin“ „Freundschaft zu dritt„, „Das Geheimnis der magischen Blätter“, „Ein köstliches Problem“, „Und das gibt’s noch nicht?, „Meine Schwester Nora„, „Mr Maxwells Maus“, „Das Krokodil sucht eine neue Heimat“ und „Das große BLABLABLA“, „Ching Chang Chong„, „Die Neuen“ , „Überall erklingt Musik“ , „Welche Farbe hat der Himmel?“ sowie „Herr Elch“ vorgestellt.
Tipp:
In einem Interview sagt der aus Teheran stammende Autor u.a.: „Ein Bilderbuch hingegen gibt dem Leser die Freiheit zu entscheiden, wie viel Zeit er auf jeder Seite verbringen und wie viel Zeit er mit dem Lesen des Textes verbringen möchte. Es schafft zudem viel mehr Raum für die Fantasie. Es besteht immer eine Distanz zwischen dem, was nicht gezeichnet, aber im Text vorhanden ist, und dem, was im Text nicht beschrieben, aber im Bild vorhanden ist. Diese Lücke wird im Kopf des Lesers rekonstruiert. Die Vorstellungskraft des Lesers wird Teil des Prozesses, das Werk zu vervollständigen, und genau hier findet der Moment der Entstehung der Erzählung statt.
Der Leser kann sogar in das Buch eingreifen und zu einem aktiven Teilnehmer werden. Es gibt viele Bilderbücher, die den Leser zum Mitmachen einladen. Kinder vervollständigen die Bilder in ihren Gedanken, stellen Vermutungen an, ahnen, was als Nächstes passieren wird, und konstruieren Teile der Geschichte selbst.
Ich glaube, dass nur das Bilderbuch uns diese Möglichkeit bietet.“
