wichtig und richtig

Vegane und kuhmilchfreie Säuglingsnahrung

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Nicht jeder Mensch kann oder möchte stillen. Die beste Alternative zu Muttermilch ist Pre-Nahrung. Sie kann ab Geburt bis zum Ende der „Stillzeit“ gegeben werden und ist der Muttermilch am ähnlichsten. Die allermeisten Pre-Milchsorten sind jedoch nicht vegan, was vegan lebende Eltern vor eine gewisse Herausfoderung stellt. Es gibt aber zum Glück einige Sorten, die gänzlich oder abgesehen vom enthaltenen Vitamin D nur vegane Inhaltsstoffe enthalten.

Ganz wichtig: Solltet ihr nicht stillen können oder wollen, müsst ihr unbedingt spezielle Säuglingsnahrung für euren Nachwuchs verwenden. Vegane Milchalternativen aus dem Supermarkt sind kein Muttermilchersatz! Sie versorgen euer Kind nicht mal ansatzweise mit den notwendigen Nährstoffen. Auch von den Versuchen, vegane Babynahrung selbst herzustellen, muss dringend abgeraten werden!

Im Folgenden haben wir alle uns bekannten Produkte rein informativ für euch aufgelistet.

Im Internet könnt ihr folgende, komplett vegane Produkte ohne Palmöl* erwerben:

Bimbosan Bisoja Säuglingsnahrung auf Sojabasis

Prémiriz auf Reisbasis
Erhältlich hier und mit etwas Glück in Deutschland hier

Bebe Mandorle auf Reisbasis
Erhältlich auch hier in Deutschland

Modilac Experte Riz auf Reisbasis

Von den französischen Produkten auf Reisbasis sind jeweils mehrere Varianten erhältlich, die sich jeweils nach dem Alter des Babys richten (0-6 Monate, 6-12 und 6 bzw. 12 bis 36 Monate). Achtet beim Kauf also darauf, das für das Alter eures Kindes geeignete Produkt zu kaufen.

In deutschen Drogerien sind aktuell zwei kuhmilchfreie Produkte erhältlich, die auf der Basis von Soja hergestellt werden. Sie enthalten bis auf das unvegane Vitamin D keine tierischen Produkte:

Humana SL
Töpfer Lactopriv

Wichtig: Durch das enthaltene inaktive Sojaeiweiß ist Töpfer Lactopriv für Babys mit Kuhmilcheiweißallergie erst ab dem sechsten Monat geeignet.

Beide Produkte enthalten Palmöl*

Bis vor kurzem hatte auch Aptamil eine kuhmilchfreie Säuglingsnahrung auf dem Markt, die scheint aber nicht mehr erhältlich zu sein.

Hinweis: Falls du stillen möchtest, dabei aber Probleme haben solltest, weil dein Kind nicht genug zunimmt, du das Gefühl hast, es wird nicht satt, dir das Anlegen Schwierigkeiten bereitet o.ä., so empfiehlt es sich, eine Stillberatung zu konatktieren. Ansprechpartner*innen findest du hier  oder hier. Das Beratungsangebot ist kostenlos! Von Unicef ausgezeichnete, stillfreundliche Kliniken bieten ebenfalls oft eine Stillberatung an. Solltest du das Kind in einem solchen Krankenhaus  geboren haben, kannst du dich auch dorthin wenden.

*Palmöl enthält hohe Mengen an Glycidol-Fettsäureester. Wird dieses verdaut, kann daraus Glycdicol abgespalten werden, das von internationalen Gremien als krebsauslösende Substanz eingestuft wurde. Nach jetzigem Stand der Wissenschaft kann nicht ausgeschlossen werden, dass Säuglinge, die ausschließlich mit industriell gefertigter Säuglingsnahrung ernährt werden, die Palmöl enthält, gesundheitlich bedenkliche Mengen an Glycidol aufnehmen könnten. Daher ist es ratsam, ein entsprechendes Produkt ohne Palmöl zu verwenden.

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