Nachhaltigkeit in der Küche

Nachhaltigkeit in der Küche

Achtung: Wir haben zwar unsere Küchengeräte für diesen Text fotografiert, aber das könnte als WERBUNG ausgelegt werden.

Nachhaltig zu leben, bedeutet auch, möglichst wenig elektrische Energie und Wasser zu verbrauchen. Gerade in der Küche bieten sich viele Möglichkeiten des gezielten Stromsparens.

Stromsparen beginnt in der Küche und dort beim Kühlschrank, denn der läuft als einziges Küchengerät Tag und Nacht.

  • Ein reiner Kühlschrank  verbraucht ungefähr ein Drittel weniger Strom als einer mit Eisfach oder eine Kühl-/Gefrierkombination.
  • Jedes Grad Raumtemperatur weniger verringert den Stromverbrauch des Kühlschranks um ca.  6 Prozent.  Die Küche also nicht „überheizen“.
  • Den Kühlschrank deshalb auch möglichst nicht neben den Herd stellen
  • Überall ist zu lesen, dass eine Kühlschrankinnentemperatur von 7 Grad ausreicht. Nach unserer Erfahrung reichen  8 Grad völlig aus. Leider kann man die 8 Grad auf dem Foto nicht gut erkennen.

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  • Ordnung im Kühlschrank spart stromfressendes Suchen bei geöffneter Tür.
  • Zu Kühlendes immer erst auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, bevor es in den Kühlschrank kommt.

Mehr dazu hier.

Bei Neuanschaffung sollte darauf geachtet werden, dass kein überdimensionierter Kühlschrank gekauft wird. Kühl- und Gefrierschrank möglichst getrennt kaufen. Hat man einen kühlen Keller, photo_2017-07-27_16-20-51 ist der Gefrierschrank dort am besten aufgehoben. Muss man ein Kombigerät anschaffen, sollte der Gefrierschrank auf jeden Fall getrennt abtaubar sein.

  • Gefrierschrank regelmäßig abtauen. Jeder cm Eisschicht verbraucht zusätzliche Energie. Massenhaft Tipps dazu hier

Auch beim Herd gibt es Energiesparmöglichkeiten.

Leider hat nicht  jeder einen Gasherd und 2011 gab es laut einer Statistik  in Deutschland gerade mal 6% Gasherde und  18% Induktionsherde. Elektrische Herde verbrauchen  viel Strom. Aber gerade beim Kochen kann man prima Strom sparen.

Bei herkömmlichen Elektroherden   gilt:

  • Platten, Kochfelder  und auch den Backofen schon  vor Ende der Garzeit abschalten und Restwärme nutzen.
  • Die Topfgröße sollte genau zur Plattengröße passen.
  • Mit der kleinstmöglichen Menge an Wasser kochen.
  • Mit Deckel kochen (falls im Rezept nicht anders angegeben).
  • Schnellkochtopf möglichst oft nutzen. Das spart auch Zeit.
  • Erwärmen und Garen ggf.  in der Mikrowelle.
  • Wasser im Wasserkocher* kochen.
  • Den Backofen, außer bestimmten Kuchen, nicht vorheizen.

Wir kochen auf einem Induktionsherd, der sich laut dieses Tests auf jeden Fall für Vielkocher lohnt.

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Besonders energiesparend ist jedoch die alternative Garmethode nach Urma Edit (ha, ha), die unter diesem Rezept steht und zumindest hier bestens funktioniert.

Und schließlich der Geschirrspüler. Er  braucht zum Abwaschen wesentlich weniger Wasser als das Spülen mit der Hand.

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  • Die Maschine  immer nur voll beladen anschalten.
  • Ggf. findet sich meistens etwas, dem eine Wäsche im Geschirrspüler guttut.
  • Das Geschirr nicht von Hand unter laufendem Wasserhahn vorspülen.
  • Das Geschirr auch nicht in der Maschine vorgespülen.
  • Bei leicht verschmutztem Geschirr reicht ein Sparprogramm.
  • Aus hygienischen Gründen regelmäßig mal bei Höchsttemperatur spülen und
  • Sieb und Türdichtungen einmal wöchentlich reinigen.
  • Zur Pflege des Gerätes Salz und Klarspüler regelmäßig auffüllen.

Jetzt als „Kleingerät“ die Mikrowelle. Wir haben eine mit Backofen- und Grillfunktion, was in einigen Fällen stromsparend ist, denn man darin bequem und schnell erhitzen. Auch zum Auftauen bei Zeitmangel sind sie besser geeignet als Herd oder Backofen. Ein Muss in der Küche sind sie aber nicht. Das Bundesumweltamt bietet eine informative Seite dazu. Ein Foto haben wir nicht, weil sich alles in der Mikrowelle spiegelt und das Foto so verdirbt…

Zum Schluss noch die Kaffeemaschine.

Kaffeemaschine kann bedeuten: Kaffeevollautomat, Kapselautomat, Padmaschine, Filterkaffeemaschine oder Durchdrückkanne, auch  als „Stempelkanne“ oder  „French Press“ bekannt.

Beim Stromverbrauch gewinnt die einfache Filterkaffeemaschine, wenn der Kaffee dort gleich in eine Thermoskanne läuft oder nach dem Durchlaufen sofort in eine umgefüllt wird.  photo_2017-07-27_17-20-33

Auf Platz 2 folgt die Durchdrückkanne, wenn das Wasser im Wasserkocher zum Kochen gebracht wurde.

Pad- und Kapselmaschinen kommen für uns schon wegen des vielen Abfalls, den man damit produziert, gar nicht infrage. Außerdem muss ihr Innenleben regelmäßig sehr sorgfältig gesäubert werden.

*Wir wissen nicht, wie nachhaltig die Produktion von Wasserkochern ist.

Noch ein letzter Tipp zum Wassersparen. Wer viele Topfpflanzen hat, sollte sich angewöhnen, beim Waschen von Obst und Gemüse das Wasser aufzufangen und zum Gießen zu wiederzuverwenden.

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