wichtig und richtig

Veganer Strom – Pro und Kontra von tierfreundlichem Strom (enthält Werbelink!)

Der vorliegende Text erscheint in Kooperation mit der ReachX-GmbH – Online Marketing Agentur.

Immer mehr Menschen leben vegan, und auch von ihrem Strom wünschen sie sich deshalb, dass dieser tierfreundlich hergestellt worden ist. Was aber ist veganer Strom überhaupt – und was spricht für und gegen seine Nutzung?

Ökostrom ist längst nichts Neues mehr. Die meisten Menschen wissen, dass Strom angeboten wird, der aus erneuerbaren Energiequellen – und damit auf eine umweltfreundliche Art und Weise – hergestellt worden ist. Dazu zählt Strom aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Auch die großen Energiekonzerne bieten Biostrom, wie Ökostrom auch genannt wird, mittlerweile an. In manchen Fällen ist dies auf Tochterunternehmen ausgelagert. Relativ unbekannt ist hingegen, dass inzwischen auch vegan produzierter Strom zur privaten Energieversorgung erhältlich ist. Dabei wird nicht nur Wert auf eine ökologische Verträglichkeit in der Herstellung gelegt, sondern auch darauf, dass die Energie tierfreundlich produziert ist. Das bedeutet insbesondere, dass keine Tiere bei der Stromproduktion zu Schaden kommen und ebenso wie beim Biostrom nicht zu stark in Ökosysteme eingegriffen wird.

Veganer Strom: Einen Schritt weiter als Ökostrom
Nicht jedem erschließt sich dabei unmittelbar, was genau Strom zu veganem Strom macht und was nicht. Grundsätzlich gilt dabei: Es darf kein Tier durch die Herstellung der Energie zu Schaden kommen oder in seinem Lebensraum gestört werden. Auch der Lebensraum selbst darf nicht negativ verändert werden. Diese Prämissen beziehen sich auf den kompletten Prozess der Stromherstellung – von der unmittelbaren Energiegewinnung bis zur Lieferung zum Kunden. Somit geht vegane Energie noch einen Schritt weiter als Ökostrom, bei dem es in erster Linie darauf ankommt, dass regenerative Energien bei der Energiegewinnung zum Einsatz kommen. Für viele Veganer geht Ökostrom deshalb nicht weit genug, weshalb sie nach anderen Biostrom-Alternativen suchen. Veganer Strom kann in diesem Fall eine gute Option sein – zumindest, wenn er von seriösen Anbietern bezogen wird.

Möglichkeiten der veganen Stromproduktion
Eine in der Regel tierfreundliche Art der Stromproduktion sind Photovoltaik-Anlagen, die mit der Kraft der Sonne betrieben werden. Hier kommt es jedoch darauf an, dass durch die Wahl des Standorts und die Art und Weise der Energiegewinnung keine Tiere gestört werden oder die Umwelt in irgendeiner Form negativ beeinflusst wird. Auch der geografische Standort der Solaranlagen spielt eine wichtige Rolle. Die Photovoltaik-Anlagen sollten in Deutschland oder zumindest in Europa aufgestellt sein. In diesem Fall können sich Kunden sicher sein, dass vergleichsweise strenge Umweltschutzrichtlinien eingehalten werden müssen. Bei Anlagen in anderen Ländern ist dies nicht immer der Fall, und Fragen des Umweltschutzes lassen sich deutlich schwieriger nachvollziehen.

Biostrom-Produktion mit Nebenwirkungen
Andere Energiequellen für Biostrom sind in veganer Hinsicht problematischer. Dazu zählt die Energiegewinnung aus Wasserkraftwerken ebenso wie jene aus Windkraftanlagen. Bei Ersterer wird in den Lebensraum von Fischen eingegriffen, die dabei auch getötet werden können. Zwar gibt es in der Regel Fischtreppen; es lässt sich jedoch nicht verhindern, dass dennoch Tiere in den Anlagen verenden. Und bei Windkraftanlagen kann es vorkommen, dass Vögel in den rotierenden Blättern zu Tode kommen. Zwar ist dies auch bei regulären Gebäuden der Fall, viele Veganer lehnen Windkraft deshalb jedoch ab. Auch Windkraftanlagen, die im Meer stehen, stellen in dieser Hinsicht ein Problem dar – schließlich wird hier der Lebensraum der Tiere im Wasser beeinträchtigt und das dortige Ökosystem verändert.

Veganer Strom hilft dem Tierschutz
Das zweifellos wichtigste Argument für die Nutzung vegan hergestellten Stroms liegt darin, dass auf diese Art und Weise Tiere und deren Lebensräume sowie generell die Umwelt geschützt werden. Vor allem für Menschen, die eine vegane Lebensweise gewählt haben, ist dies meist ein gewichtiger Punkt. Auch für Menschen, die sich generell um die Umwelt sorgen, die jedoch nicht vegan leben, kann veganer Strom eine attraktive Option sein. Wichtig ist dabei jedoch, dass der Anbieter des veganen Stroms tatsächlich Kriterien einhält, die den Tierschutz sicherstellen.

Veganer Biostrom ist nachhaltig
Wer sich für veganen Strom interessiert, der sollte darauf achten, dass sich der Anbieter tatsächlich der zugrundeliegenden Idee verschrieben hat – und somit auch weiß, was veganer Strom überhaupt bedeutet. Es lohnt sich deshalb, sich vor der Wahl eines Anbieters intensiv mit dessen Grundsätzen zu befassen. Welche Gesichtspunkte bewirbt ein bestimmter Anbieter? Und wie lässt sich überprüfen, ob er diese Punkte auch einhält? Woher wird der Strom konkret bezogen? Wie wird dafür Sorge getragen, dass weder Tiere noch die Umwelt im Herstellungsprozess zu Schaden kommen? Auch ist die Frage wichtig, ob der betreffende Anbieter möglicherweise Verbindungen zu großen Stromherstellern hat, die auf Atomkraft oder Kohle setzen. Nicht jeder möchte solche Konzerne indirekt unterstützen. Wer hingegen auf einen Anbieter setzt, der sich wirklich um Umwelt und Tierschutz kümmert, der leistet einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit der Natur und ihren Lebewesen.

Vegane Alternative zu Biomasse: Zuckerrübenschnitzel
Mancher Biostrom wird in Anlagen hergestellt, die mit Biomasse arbeiten. Hierbei werden bestimmte Materialien so fermentiert, dass Gas entsteht. Mit diesem kann dann durch eine Kraft-Wärme-Kopplung Strom erzeugt werden. Je nach Anlagenbetreiber unterscheidet sich das verwendete Material. Es kann jedoch sein, dass Gülle oder weggeworfene Lebensmittel fermentiert werden. Die Gülle stammt in solchen Fällen meist aus Massentierhaltungsbetrieben. Dann handelt es sich nicht um eine vegane Art der Stromgewinnung. Eine Alternative stellt die Erzeugung von Ökogas aus Zuckerrübenschnitzeln dar. Die Zuckerrübenschnitzel entstehen als Abfallprodukt in der Zuckerherstellung. Auch Mais oder Getreide werden häufig für die Herstellung von Biomasse verwendet; beides ist prinzipiell vegan. Wichtig ist, dass keinerlei tierische Rohstoffe benutzt werden. Außerdem sollten die verwendeten Energieträger in einer Art und Weise hergestellt worden sein, bei der weder Monokulturen noch Massentierhaltung gefördert werden. Wer sichergehen möchte, dass es sich um veganen Strom handelt, der muss genau hinschauen, wenn er Strom aus Biomasse in Erwägung zieht. In der Regel wird Biomasse aus nicht veganen Materialien hergestellt; Biogas, für das Zuckerrübenschnitzel fermentiert wird, bildet eher die Ausnahme. Ein genereller Kritikpunkt von Biomasse als Stromquelle besteht darüber hinaus darin, dass dies oft mit dem Entstehen von Monokulturen einhergeht. Die Klimabilanz von Biogasanlagen ist ebenfalls nicht selten problematisch. Auch wenn ein Anbieter auf Zuckerrübenschnitzel-Strom setzt, ist eine Recherche der konkreten Praktiken sinnvoll. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Umwelt durch diese Vorgehensweise geschädigt wird.

Nachteile von veganem Strom: Möglicherweise höhere Kosten
Für Menschen, denen Umwelt und Tierwelt am Herzen liegen, bietet veganer Strom überwiegend Vorteile. Ein Nachteil kann jedoch in möglichen höheren Kosten liegen. Dies gilt auch ganz grundsätzlich für Ökostrom im Vergleich zu Strom etwa aus Atomkraft oder Kohle und anderen konventionellen Energiequellen. Wer sich wirklich für den Tierschutz interessiert und Wert darauf legt, dass sein Strom tierfreundlich produziert worden ist, für den ist der finanzielle Aspekt ohnehin in der Regel zweitrangig. Nichtsdestotrotz lohnt sich ein genereller Preisvergleich, um nicht an einen Anbieter zu geraten, der auf überhöhte Preise setzt.

Vorsicht bei intransparenter Firmenpolitik
Ein weiterer Nachteil besteht dann, wenn der Stromanbieter zwar „veganen“ Strom anbietet, sich dahinter jedoch Praktiken oder Vorgehensweisen verbergen, die dieses Kriterium in Wahrheit gar nicht erfüllen. Nicht jedes Unternehmen handelt transparent, und für Kunden ist es oft schwierig, nachzuvollziehen, ob eine Firma glaubhaft ist oder nicht. Wer auf einen Etikettenschwindel hereinfällt, zahlt zwar möglicherweise dafür mehr Geld als für Strom aus anderen Quellen, profitiert aber letztlich gar nicht von den erhofften positiven Effekten des vermeintlich veganen Stroms. Intensive Recherche und gezielte Nachfragen können helfen, dieses Risiko zu mindern.

Fazit: Veganer Strom im Idealfall grüner als Ökostrom
Wer Biostrom bezieht, leistet einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Umwelt und zur Verlangsamung des Klimawandels. Gleichzeitig bleiben dabei Tierschutz-Aspekte oft außen vor. Wer tierfreundlich leben möchte, für den ist veganer Strom eine gute Alternative zu reinem Ökostrom. Wer dabei einen Anbieter auswählt, der transparent handelt und sich tatsächlich nachweislich dem Schutz von Umwelt und Tieren verschrieben hat, der bezieht Strom, der noch ein Stück „grüner“ ist als regulärer Ökostrom. Die Richtlinien für veganen Strom sind schließlich noch strenger, und im Gegensatz zu Ökostrom profitieren davon nicht nur die Umwelt, sondern auch Tiere.

 

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