Jan Kaiser/Hans Lafrenz: Hase Hartmann

Jan Kaiser/Hans Lafrenz: Hase Hartmann

Das Buch wurde selbst gekauft und die Rezension eigenständig verfasst.

Trotzdem könnte diese Rezension als WERBUNG, wenn auch unbezahlt, aufgefasst werden.

 

9783825151454

Jan Kaiser (Text)
Hans Lafrenz (Bilder)

Hase Hartmann

26 Seiten

Verlag Urachhaus

ISBN 978-3-8251-5145-4

14,00 €

Zum bevorstehenden Osterfest begaben wir uns auf die Suche nach einem „vegan-kompatiblen“ Osterbuch. Die Suche gestaltet sich gar nicht so einfach, sind die traditionellen Osterbräuche, die entsprechend oft auch in Kinderbüchern thematisiert werden, doch häufig alles andere als tierfreundlich.

Beim Stöbern in der Lieblingsbuchhandlung wurden wir schließlich fündig. Denn Hase Hartmann ist kein gewöhnlicher Osterhase. Dafür aber ein ganz gewöhnliches Haustier, wie man es hierzulande noch allzu oft vorfindet, das sein Dasein in einem viel zu kleinen Käfig im Kinderzimmer fristen muss. Dabei lebte Hase Hartmann einst glücklich und zufrieden in der Natur. Bis der kleine Mats seine Eltern zu Weihnachten anfleht, ihm doch bitte ein Haustier zu schenken. Dieser Wunsch ist den Eltern schließlich Befehl und sorgt dafür, dass das Leben in Freiheit für den Hasen fortan nichts als eine schöne, sehnsüchtige Erinnerung bleibt. Dann steht das Osterfest vor der Tür, das dem Leben des Hasen erneut eine entscheidende Wende verleiht…

„Hase Hartmann“ ist ein in einfacher, verständlicher, zeitweise poetischer Sprache verfasstes Bilderbuch. Einerseits verdeutlicht es sehr kleinen Kindern die Bedeutung verschiedener Präpositionen. Andererseits widmet es sich auf kindgerechte Weise übergeordnet dem Thema „Haustiere und Verantwortung“. Durch die Wendung der Geschichte verdeutlicht es zudem die generelle Problematik nicht-artgerechter Haustierhaltung bzw. der Haustierlhaltung als solcher. Es zeigt auch schon kleinen Kindern auf, welch wichtiges Gut Freiheit für alle Lebewesen darstellt und dass nicht jeder Wunsch vereinbar mit der Freiheit und den Bedürfnissen anderer ist. Das Ende der Geschichte sorgt für den Osterbezug und könnte diejenigen, bei denen zu Ostern Hasen oder andere Tiere auf dem Teller landen, zum Nachdenken anregen – und das ganz ohne erhobenen moralischen Zeigefinger, sondern allein durch das Handeln eines Kindes mit großem, weisen Herz.

Wir empfehlen dieses Buch für Kinder ab etwa 3 Jahren.

 

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