Veganer Supper Club in Hamburg

Veganer Supper Club in Hamburg

Veganer Supper Club, davon hatten wir noch nie etwas gehört. Aber wir folgen bei Instagram beide the.vegan.kat. Sie hat schon Erfahrung mit Supper Clubs gesammelt – sowohl bei anderen als auch bei sich.  Zu einem  Supper Club oder auch Social Dining  lädt ein*e kochfreudge*r Gastgeber*in  in sein Zuhause ein. Die Gäste sind jedoch ihm völlig unbekannte Menschen. Diese erfahren, was es wo zu essen geben wird, können sich online anmelden und zahlen vorab. Während Kochclubs sich reihum regelmäßig treffen, werden Ort, Termin, Angebot und Preis von der kochenden Person bestimmt. Supper Clubs und auch Kochclubs mit unterschiedlichen Durchführungsarten gibt es hierzulande schon eine Menge, aber vegane?

Bei facebook finden sich viele vegane Supper Clubs,  jedoch in London, Paris oder sonstwo außerhalb Deutschlands. Der Supper Club bei The Vegan Kat oder auch Katharina Lange (siehe facebook) ist der einzige, den wir bis dato gefunden haben.  Katharina bietet, meist zwei Abende nacheinander, ein 3-Gänge-Menü zu einem bestimmten Thema, wie z.B. „Clean Eating“ oder Länderküche wie „Vegan Turkish at its best“.  Die Entscheidung, uns für den 29. März bei Katharinas Supper Club anzumelden, eine Übernachtung in einem nahegelegenen Hotel zu buchen und  jeweils über 200km mit der Bahn zu fahren, fiel mit der Ankündigung eines veganen Supper Clubs zum Thema „The Pie Edition – London’s calling“. So buchten wir spontan und bezahlten vorab für drei Gänge für 39€ pro Person.

Wir trafen kurz nacheinander am Bahnhof Hamburg Altona ein. Ottensen, wo Katharina wohnt, ist ein Stadtteil des Bezirks Altona.  Wir checkten ein und erkundeten die nähere Umgebung. So fanden wir auch das Klippkroog,  welches veganes Frühstück anbietet. Eine Reservierung für den kommenden Morgen war nicht mehr möglich – es sollte zwei Wochen im Voraus reserviert werden. Aber wir erhielten den Tipp, Punkt 9 Uhr da zu sein , um draußen einen Tisch ergattern zu können. Das gelang uns auch. Und wir bekamen bei strahlendem Sonnenschein ein köstliches Frühstück serviert.

Zurück zum veganen Supper Club. Pünktlich um 19 Uhr trafen wir ein und wurden von Katharina und ihrem Partner Murat äußerst freundlich begrüßt. Im Esszimmer warteten schon die anderen 4 Gäste.  Andreas war bereits zum zweiten Mal dabei, Natascha, Jana , Meike / Maike und wir zum ersten Mal. Schnell kamen wir in Kontakt und es entwickelten sich interessante Gespräche, zu denen sich Murat gesellte, wenn er in der Küche entbehrlich war. Natürlich hatte Katharina in der Küche viel zu tun. Während der einzelnen Gänge leistete sie uns jedoch immer Gesellschaft.

Nach einem wahlweise alkoholfreien oder -haltigen Apéritif läutete mit ein Gruß aus der Küche mit selbstgebackenem Toastbrot und leckerem Belag das  Essen ein:

Es folgte der erste Gang: Shepherd’s Pie reloaded – mit Linsenvariation und Süßkartoffeln. Er schmeckte fantastisch.

Der Hauptgang nannte sich „Mushroom-Jackfruit-Pie mit Erbsenpüree und glasierten Karotten“. Dieser stand Vorspeise und erstem Gang in nichts nach und wir nahmen gern einen Gemüse-Nachschlag. Ganz großzügig wurde übrigens immer ein Nachschlag angeboten.

Die Krönung dieses genialen Menüs schließlich war das Dessert. Erfreut stellten wir fast, dass wir nicht die einzigen Anwesenden mit einem Extramagen für den Nachtisch waren und es außerdem noch andere Menschen gibt, die im Restaurant den Hauptgang auslassen und lieber zwei Desserts bestellen.

Banoffee Pie mit Karamellsauce und Nusskrokant, so hieß dieser süße Abschluss eines rundum gelungenen Menüs und Abends – einfach ein Gedicht:

Sehr bedauerlich ist, dass Katharina und Murat Hamburg Richtung Süddeutschland verlassen werden. Da wird Hamburg um eine vegane Bereicherung ärmer. Wo auch immer in Süddeutschland, wird dafür eine Stadt vegan bereichert.

Wir haben diesen Abend mit seiner kreativen veganen Küche sehr genossen und werden ihn immer in toller Erinnerung behalten. Katharina und Murat wünschen wir für die Zukunft alles Liebe und Gute.

 

 

 

 

 

 

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