Brokkoli – die vegane Kochbox

Brokkoli – die vegane Kochbox

Im Test: Brokkoli – die vegane Kochbox

Welche Familie, in welcher Konstellation auch immer, kennt ihn nicht – den nervigen Mental Load, der mit der täglichen Essensversorgung einhergeht? Wer geht wann und vor allem was einkaufen? Besonders im ersten und zweiten Lockdown konnte ich persönlich die Frage des Winterkindes, was es denn am Abend zu essen gebe, nicht mehr hören. Wenn dir zwischen Lohn- und Carearbeit der Kopf schon raucht, während die Waschmaschine ihre dritte Runde dreht, sich im Flur Berge von Sand vom letzten Spielplatzbesuch türmen, dann hast du oft einfach keine Ahnung, was du nun auch noch Schmackhaftes kochen sollst. Ja, auch oder gerade mit einem Kochblog lässt sich diese Frage nicht immer leicht beantworten.

Eine Freundin hatte mir bereits vor einiger Zeit einen Gutschein für die wohl bekannteste Kochbox zukommen lassen. Und wisst ihr was? Ich habe ihn nicht eingelöst. Tatsächlich fehlte der Nerv, mich einzulesen, außerdem  schreckte mich der Verpackungsmüll ab.

Vegan, nachhaltig und bio

Vor ein paar Wochen erreichte uns dann eine Mail von Brokkoli. Seit wann Gemüse schreiben kann? Wissen wir nicht. Aber die Erfinder*innen von Brokkoli können es. Und nicht nur das. Sie konnten auch eine App erfinden, die so heißt, wie das allerliebste Lieblingsgemüse des Winterkindes. Das ist definitiv ein erster großer Pluspunkt.
Weitere Pluspunkte entdeckten wir sofort: Die Kochbox ist die erste komplett vegane ihrer Art. Und nicht nur das: sie ist außerdem möglichst nachhaltig und steckt voller Bio-Lebensmittel.
Klingt gut? Fanden wir auch.

Da wir kritische Menschen sind und „nachhaltig“ seit einiger Zeit zu einer z.T. leeren Worthülse verkommt, haben wir uns das Nachhaltigkeitskonzept genauer angeschaut. Denn vegan allein bedeutet längst nicht auch automatisch nachhaltig. Alle Infos dazu finden sich kompakt und leicht verständlich auf der Startseite der Homepage, von der aus ihr auch direkt die App runterladen könnt (oder ihr schaut im App-Store vorbei).

Was bedeutet „Nachhaltigkeit“ also für die Gründer*innen von Brokkoli?
Brokkoli unterstützt diverse Nachhaltigkeitsziele der UN, darunter die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft sowie einer  gesünderen und ausreichenden Ernährung aller Menschen weltweit, die Bekämpfung des Klimawandels, die Bewahrung der Ozeane und die Sicherstellung nachhaltiger Konsum- sowie Produktionsmuster.
Konkret bedeutet das u.a. den Einsatz weniger und möglichst plastikfreier Verpackungen, CO2 kompensierter Versand, effiziente Logistik und die Unterstützung nachhaltiger Lebensmittelhersteller.

Und bio?
Die Lebensmittel stammen aus ökologisch kontrolliertem Anbau und sind ohne jeglichen Einsatz von Chemikalien oder Dünger angebaut worden. Sie haben mindestens das EU-Bio-Siegel. Bei der Auswahl der Lebensmittel wird sehr auf die Lieferkette sowie Regionalität geachtet.

Anmelden, Auswählen, Anleitung befolgen, Auftischen

Klingt gut? Finden wir  auch. Aber wie funktioniert das Ganze jetzt?
Ganz einfach: Ihr besorgt euch die App, meldet euch an, wählt aus einer bunten, abwechslungsreichen Auswahl an Rezepten, bestellt die Kochbox und bekommt sie in Windeseile nach Hause geliefert. Wir waren wirklich überrascht, wie schnell die Box bei uns war. Die Lebensmittel waren tatsächlich so wenig wie möglich verpackt, also wie versprochen keine Berge von Verpackungsmüll, die einen beim Öffnen erwarteten. Stattdessen frisches Gemüse und ein netter, persönlicher Gruß. Perfekt. Alle Hauptzutaten ausgepackt, wurde direkt das erste Gericht gekocht. Aber Achtung: Gewürze z.B. solltet ihr zu Hause. Also prüft vorab immer, ob ihr alle benötigten Grundnahrungsmittel parat habt.

Bei uns landete zuerst ein Erdnuss-Eintopf mit Spinat und Kidneybohnen auf den Tellern. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Fotos aller Gerichte sehr ansprechend fotografiert sind, so dass eine Auswahl gar nicht so leicht fällt.
In der App findet sich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung der Rezepte. Für diese gibt es einen Timer, der euch zeigt, wann der nächste Schritt an der Reihe ist. Hier hat es am Anfang bei uns noch etwas gehakt, inzwischen funktioniert das Ganze besser. Allerdings benötigen wir persönlich keinen solchen Timer. Aber gerade für Kochanfänger*innen ist so ein Feature sicher praktisch.
Die einzelnen Schritte sind kurz und verständlich beschrieben. Am Ende kam tatsächlich ein sehr leckeres Gericht heraus, das wir persönlich selbst so nicht gekocht hätten. Und genau das ist einer der Pluspunkte einer solchen App: Man lernt neue Gerichte kennen und musste dafür nicht mal selbst recherchieren oder kreativ werden. An dieser Stelle ergibt sich also ebenfalls eine Entlastung. Genau das, was wir wohl alle gebrauchen können.
Sollte es je ein Problem mit eurer Box geben, findet ihr direkt über den Rezepten einen Button, über den ihr den Kundenservice erreicht.

Nach den positiven Erfahrungen gab es direkt am nächsten Tag ein zweites Gericht aus der Kochbox: Schakschuka mit Hummus. Ehrlicherweise hatte ich bei den Zutaten den Staudensellerie überlesen. Den mag ich persönlich eigentlich gar nicht. Aber nun war er da und wollte auch verbraucht werden. So bekam er noch eine Chance. Was soll ich sagen: Mit Hummus schmeckt einfach alles!
Also auch hier wieder: Wer Neues ausprobieren oder Altes wieder probieren möchte, ist bei Brokkoli an der richtigen Adresse. Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung sehen die Gerichte am Ende durchaus so aus wie auf den hübschen Fotos. Ihr erlebt also keine böse Überraschung wie bei diversen großen Fast-Foodketten, deren Burger auf den Abbildungen grundsätzlich leckerer ausschauen als in der Realität. Bei Brokkoli steckt drin, was drauf steht – und auf dem Teller landet das, was ihr tatsächlich gekauft habt.

Das Wichtigste zum Schluss: Die Kosten

Was kostet der Spaß nun? Hier kommen wir zum Knackpunkt: der Preis pro Bio-Mahlzeit beläuft sich auf 7,89 € plus Versandkosten. Eine Box mit zwei Gerichten für zwei Leute kostet 37,55 €.  Das ist an sich ein guter Preis, schließlich zahlt man nicht nur für die Lebensmittel, sondern unterstützt auch das junge Gründer*innenteam. Die Portionsgrößen sind zudem wirklich angemessen. Für Familien mit Kindern wird es so aber schnell teuer. Wer aufs Geld achten muss, weiß, dass man sehr viel günstiger eine sättigende Mahlzeit auf den Tisch bekommt. Wir empfehlen Brokkoli daher eher für Singles oder Paare – oder für Familien mit entsprechendem Budget.

Die Box kann im Abo bestellt werden, das jederzeit kündbar ist. Ihr könnt aber auch einzelne Lieferungen pausieren, wenn ihr z.B. verreist. Dafür einfach die nächsten Bestellungen in der App aussetzen. Kinderleicht und selbst erklärbar. So könnt ihr auch entspannt testen, ob Brokkoli zu euch und eurem Leben passt. Keine Abofalle, keine Vertäge, keine versteckten Kosten. Alles nicht nur vegan, nachhaltig und bio, sondern auch fair.

Fazit:
Brokkoli ist eine nachhaltige, vegane Alternative zu den großen Kochboxen-Anbietern – und allein deswegen schon eine Empfehlung wert. Wer den eigenen Alltag durch eine Kochbox erleichtern möchte, sollte zum Wohl der Tiere auf Brokkoli zurückgreifen. Wir finden, dass solch eine Alternative auf dem Markt noch gefehlt hat. Wer das Ganze jetzt testen möchte, kann unter diesem Link direkt loslegen*. Mit dem Code VEGANMUNTER5 erhaltet ihr 5% Rabatt auf eure erste Box!

*Wenn ihr über unseren Link bestellt, erhalten wir eine kleine Provision.

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2 Gedanken zu „Brokkoli – die vegane Kochbox

  1. Gelungene Vorstellung, vielen Dank dafür. Was ich mich auch hier wieder frage: Wie kann ein Lebensmittel-Lieferdienst mit Regionalität werben? Wenn die z.B. ihren Sitz in Berlin haben und eine Box nach München liefern, kann das doch gar nicht mehr regional sein?

    1. Hallo, das ist eine gute Frage. Wir haben es so verstanden, dass sich „regional“ auf den Firmensitz bezieht. Also brokkoli selbst schaut, dass sie die Zutaten möglichst regional beziehen. So wie andere Firmen auch, die z.B. Rohstoffe aus der Region für ihre Produktion verwenden. Auch wenn diese dann hinterher deutschlandweit verkauft werden, hat die Regionalität einen Einfluss auf die Nachhaltigkeit des Produkts. So ist es auch bei Brokkoli. Man muss hier verschiedene Schritte trennen: „Herstellung“ bzw. „Beschaffung“ und „Vertrieb/Versand“. Bei beiden Schritten wird unabhängig voneinander darauf geachtet, möglichst nachhaltig zu agieren. Einmal u.a. durch Regionalität, einmal durch klimaneutralen Versand.
      Aber klar, je nach Lieferort sind die Lebensmittel selbst dann nicht regional.

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